Das sind deine „Grundpfeiler“, egal ob du Medikamente brauchst oder nicht:
Bewegung & Training
Regelmäßige Belastung ist der wichtigste natürliche Reiz für Knochen. Optimal ist eine Kombination aus:
- Krafttraining 2–3×/Woche (Beine, Rumpf, Gesäß, Rücken)
- Impact je nach Gelenkstatus: zügiges Gehen, Treppen, kleine Sprünge oder leichtes Hüpfen, wenn es schmerzfrei möglich ist
- Balance-Training (Yoga, Tai-Chi, Einbeinstand) zur Sturzprophylaxe
Bei bestehender Arthrose lieber häufig, aber moderat trainieren als selten und extrem. Gelenke lieben „Bewegung ohne Übertreibung“.
Ernährung: Calcium, Vitamin D & Co.
- Calciumbedarf: Insgesamt ca. 1.000–1.200 mg/Tag für Frauen 50+. Das geht z. B. über Milchprodukte, calciumreiche Mineralwässer, grünes Gemüse, Nüsse/Samen.
- Vitamin D: unterstützt die Calciumaufnahme und den Knochenstoffwechsel. Viele postmenopausale Frauen haben zu niedrige Spiegel, vor allem im Winter.
- Supplements:
- Sinnvoll v. a. bei nachgewiesenem Mangel oder hohem Frakturrisiko / bestehender Osteoporose. Dann empfiehlt sich meist eine Kombination aus Vitamin D und Calcium.
- Für gesunde Frauen ohne Mangel ist der Nutzen von Routine-Supplementen zur Frakturvermeidung begrenzt; Bewegung und insgesamt gesunde Lebensweise sind mindestens genauso wichtig.
>> Detailartikel zu Calcium
Protein & anti-entzündliche Ernährung
Ausreichend Eiweiß (ca. 1,2–1,5 g/kg Körpergewicht/Tag, bei Muskelaufbau eher 1,6–2,0 g) unterstützt Muskeln und Knochen.
Eine entzündungsarme Ernährung (viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Omega-3-reiche Fette wie fetter Fisch oder Lein-/Walnussöl, wenig hochverarbeitete Produkte) kann Gelenkentzündungen erleichtern und das metabolische Risiko verbessern.
Lifestyle-Faktoren
Rauchen und hoher Alkoholkonsum beschleunigen Knochenabbau, wenn möglich reduzieren oder beenden.
Schlaf & Stress: Chronischer Stress und Schlafmangel fördern systemische Entzündung und Schmerzempfindlichkeit. Kleine, realistische Verbesserungen (Abendroutine, Entspannungsübungen) lohnen sich.